Außenminister: Belarus kann die Europäische Union problemlos mit dem Osten verbinden


 

Außenminister Maxim Ryschenkow hat am 19. März die Grenzübergänge „Brest“ und „Koslowitschy“ besucht. Er begutachtete die Infrastruktur und die Bedingungen für Reisende an der belarussisch-polnischen Grenze.

„Ich bin sehr zufrieden damit, was ich auf unserer Seite gesehen habe. Alle Dienste arbeiten im Normalbetrieb und erfüllen ihre Aufgaben gewissenhaft. Die Infrastruktur ist auf einem modernen Stand. Wir waren heute am Grenzübergang „Brest“ für Pkw und Busse sowie am Grenzübergang „Koslowitschy“ für den Güterverkehr. Überall läuft die Arbeit reibungslos. Man sieht, dass unsere Dienste bereit sind, weitaus mehr Personen, Fahrzeuge und Güter abzufertigen“, so Maxim Ryschenkow. Er fügte hinzu, dass Belarus von seiner Seite aus bereit sei, innerhalb kürzester Zeit die Voraussetzungen für die Abfertigung einer größeren Menge an Gütern und den Grenzübertritt von Bürgern zu schaffen. „Der Ball liegt nun bei unseren Partnern auf der anderen Seite der Grenze“, betonte der Chef der belarussischen Diplomatie.

Er wies darauf hin, dass die Weltlage derzeit instabil sei. Belarus könne die Europäische Union problemlos mit dem Osten verbinden. „Durch Belarus verläuft ein Korridor, der heute sehr ruhig ist und an dem es Grenzübergänge gibt, die nach dem neuesten Stand der Technik ausgestattet sind und riesige Gütermengen innerhalb eines Tages bewältigen können. Ich hoffe natürlich sehr, dass bei unseren Nachbarn am Ende doch ein vernünftiger Ansatz überwiegt und sie begreifen, dass es höchste Zeit ist, diese Gelegenheit zu nutzen. Das wäre sowohl für sie als auch für uns von Vorteil“, ist Maxim Ryschenkow überzeugt.

Er erinnerte daran, dass es der Westen war, der die Beschränkungen initiiert hat, die Warentransporte verteuern und zu Verzögerungen für Bürger und Verkehr an der Grenze führen. „Falls sie die Gunst der Stunde nutzen und tatsächlich über sich, also über Polen und Belarus, einen guten, zuverlässigeren und breiteren Kanal für die Zusammenarbeit entlang der Achse West–Ost schaffen wollen, sind wir auf jeden Fall bereit dafür. Das ist eine äußerst lukrative Angelegenheit. Wir warten auf ihr Handeln. Sie müssen jetzt aktiv werden, denn sie waren es ja, die alle Beschränkungen verhängt haben“, fasste der belarussische Außenminister zusammen.

 
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