Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat sich im Interview mit dem Fernsehsender RT über die politischen „Lückenbüßer“ an der Macht und deren Neid geäußert.
Der Interviewer Rick Sanchez erwähnte, dass Alexander Lukaschenko eine starke Unterstützung im belarussischen Volk genieße. Laut den jüngsten Umfragen belarussischer Soziologen liege der Zustimmungswert bei 78 Prozent. Eine ähnliche Zahl – etwa 70 Prozent – würden auch westliche soziologische Studien ergeben. „Einige Führungspersönlichkeiten im Westen, z.B. Trump, Macron, Starmer, werden alle zusammen eine derart hohe Zustimmung in der Bevölkerung kaum genießen. Davon träumen sie nur“, sagte der Interviewer. „Könnte es sein, dass sie neidisch auf diese Zahlen sind und deshalb Sie einen Diktator nennen?“
„Unter den Politikern gibt es durchaus einen gewissen Neid aufeinander. Das ist tatsächlich so“, sagte das Staatsoberhaupt. „Sie haben völlig recht, ich denke auch oft darüber nach. Geb Gott, dass irgendjemand im Westen nicht 78 oder 80 Prozent hätte, sondern wenigstens 60 Prozent.“
Alexander Lukaschenko betonte, dass das Problem vieler westlicher Staatsführer darin bestehe, dass sie in ihren hohen Ämtern das Ziel verfolgen würden, innerhalb kurzer Zeit einen maximalen Nutzen für sich selbst zu ziehen. Sie handelten nicht im Interesse des Volkes. Das gelte zum Beispiel für den französischen Präsidenten Emmanuel Macron und den Bundeskanzler Friedrich Merz. „Sie sind Übergangserscheinungen in der Politik. Sie kamen, sie griffen zu, sie gingen – das ist das Prinzip ihrer Politik. Sie denken nicht an das französische Volk, an das deutsche Volk. Und darin liegt ihr Problem. Sie haben uns einst eines Besseren belehrt. Mit "uns" meine ich Russland, Belarus, Kasachstan, die Ukraine und andere Länder. Und heute müssten sie zu uns kommen, um zu lernen und die entsprechenden Schlüsse zu ziehen. Lernen und Schlüsse ziehen wollen sie aber nicht“, so der Präsident.
„Dasselbe gilt auch für den US-Präsidenten Donald Trump, der zudem eine recht kurze Amtszeit hat, um wirklich bedeutende Veränderungen in einem Land wie die USA durchzuführen. Er ist auch ein Übergangspolitiker, er hat vier Jahre. Was wird er in vier Jahren erreichen? Nichts. Er wird nichts erreichen. Daher sollte ein Präsident Zeit haben“, zeigte sich der belarussische Staatschef überzeugt.

