Lukaschenko weist an, kleine Farmen für Fleischrinderzucht landesweit zu bauen

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko weist die Landwirte an, im ganzen Land kleine Fleischrinderzucht-Farmen zu bauen. Sie sollen in erster Linie dort entstehen, wo die Milchwirtschaft unrentabel ist, die Futterbasis es aber erlaubt, einen verhältnismäßig kleinen Fleischrinderbestand zu halten. Entsprechende Erklärungen gab das Staatsoberhaupt während seiner Arbeitsreise in den Kreis Schklow ab.
„Wir werden das tun müssen. In der Region Witebsk unbedingt“, sagte das Staatsoberhaupt.
Er ist überzeugt, dass es viele solcher abgelegener Gebiete auch in den Regionen Mogiljow und Minsk sowie teilweise in anderen Regionen gibt. Dementsprechend müsse für die Besetzung solcher Farmen die Zuchttierhaltung im Land entwickelt werden.
„Und man muss an solchen ‚dunklen' Orten bauen. Man muss sich bewegen. Man muss das alles schnell machen“, betonte der belarussische Staatschef.
Logistisch und wirtschaftlich betrachtet seien Milchwirtschaftsbetriebe unrentabel, wenn man sie am Rande der LPGs baue. Auch benötige man dafür immense Arbeitsressourcen. Es gebe jedoch die Möglichkeit, jene Fleischrichtung zu entwickeln, die gerade jetzt ein gutes Exportpotenzial habe und Gewinne verspreche.
„Dort gibt es 200 Hektar Landwirtschaftsfläche. 200 Hektar können 100 Tiere ernähren. Man baue dort eine Farm und alles, was dazu gehört“, führte das Staatsoberhaupt als Beispiel an.
„Wir müssen vernünftig daran gehen, wo was zu tun ist. Und es solide und technologisch machen", fordert Alexander Lukaschenko.
„Wir müssen vernünftig vorgehen. Solide und technologisch“, forderte Alexander Lukaschenko.
Das Staatsoberhaupt inspizierte heute den landwirtschaftlichen Betrieb „ASB-Agro Gorodez“ im Kreis Schklow. Er wurde über die Arbeit und die Entwicklungsperspektiven dieses Landwirtschaftsbetriebs informiert. Zuletzt besuchte das Staatsoberhaupt diesen Betrieb im September 2025. Damals kritisierte er die Zustände und forderte ideale Ordnung auf allen Objekten: auf dem Maschinenhof, im Milchwirtschaftsbetrieb und auf Ackerfeldern.
Im Mai 2026 wurden die Aktien der geschlossenen Aktiengesellschaft „ASB-Agro Gorodez" in die wirtschaftliche Verwaltung des republikanischen Einheitsunternehmens „Mogiljowoblgas“ übergeben. Es wurde ein umfassendes Programm zur Modernisierung des Landwirtschaftsbetriebs für die Jahre 2026–2027 mit einem Finanzierungsvolumen von rund 86,5 Millionen Rubel ausgearbeitet.
Einer der Punkte des Programms war der Bau einer Farm für Fleischrinderzucht mit einer Kapazität von 800 Tieren. Alexander Lukaschenko machte sich mit dem neuen Objekt vertraut.
Derzeit sind auf der Farm 235 Jungtiere der Rasse Hereford zur Bildung einer Zuchtfleischherde eingetroffen. Das Fleisch der Kühe dieser Rasse zeichnet sich durch eine ausgeprägte „Marmorierung" und intensive Geschmackseigenschaften aus.
„Warum wir uns diesen Mastkomplex ansehen? Weil man solche Objekte in vielen Regionen des Landes errichten soll“, sagte das Staatsoberhaupt.
Außerdem sah das Modernisierungsprogramm des Landwirtschaftsbetriebs insgesamt die Errichtung von Werkstätten mit Nebenräumen, die Modernisierung des Lagers für Mineraldünger, die Errichtung eines Kälberstalls, Silogruben sowie die Rekonstruktion der Farm zur Mast von Jungrindern vor.
Das Staatsoberhaupt hat die Betriebsleiter kritisiert, weil sie mit der Modernisierung des Betriebs erst nach seiner Anweisung begonnen haben. „Das ist unser ganzes Unglück und unsere Probleme – ohne Anweisung tun wir nichts", bemerkte er.
Alexander Lukaschenko forderte erneut die Einhaltung der Disziplin. Das betrifft sowohl die Arbeitsdisziplin der Mitarbeiter als auch einen gerechten Umgang mit den gewissenhaften Arbeitskräften. „Die Menschen müssten verstehen, dass ihr Einkommen unmittelbar von der geleisteten Arbeit abhängt. Alle Schlamper und Trunkenbolde müssen sehen – wer arbeitet, der verdient auch“, betonte der belarussische Staatschef.
Er erinnerte außerdem daran, dass es bei der Entscheidungsfindung über die Entwicklung des Landwirtschaftsbetriebs und die Schaffung bestimmter Objekte wichtig sei, sowohl die Ökonomie der Produktion zugrunde zu legen als auch sich an den örtlichen Realitäten und am Leben der Menschen zu orientieren.
Die Modernisierung der ASB-Agro Gorodez ist ein Teil des Gesamtplans zur Entwicklung des Kreises Schklow. „Er muss, wenn nicht zum Vorbild, so doch zum Beispiel werden, in welche Richtung sich die anderen Kreise entwickeln sollen“, sagte das Staatsoberhaupt.
Entsprechende Ansätze sollen in naher Zukunft auf einem Seminar unter Beteiligung des Präsidenten erörtert werden.
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