Keine Visa für belarussische Sportler: Außenministerium kommentiert Vorgehen Kanadas

Die Verweigerung von Visa für Sportler aus Belarus durch Kanada steht im Widerspruch zu den olympischen Prinzipien. Dies erklärte der Pressesprecher des belarussischen Außenministeriums, Ruslan Warankow, vor Journalisten.
„In Kanada spricht man gerne von einer ‚regelbasierten Ordnung‘. Doch diese Regeln gelten nur so lange, wie sie Ottawa nicht stören. Staaten, die internationale Sportveranstaltungen ausrichten, sind dazu verpflichtet, die Einreise der Teilnehmer zu gewährleisten. Dies ist ein Grundprinzip bei der Organisation internationaler Turniere. Die Verweigerung von Visa stellt eine Diskriminierung aufgrund der nationalen Zugehörigkeit dar und widerspricht dem olympischen Prinzip, wonach der Sport frei von Politik sein sollte“, sagte Ruslan Warankow.
Er erinnerte daran, dass der Internationale Sportgerichtshof (CAS) vor Kurzem eine Entscheidung getroffen hat, die die Teilnahme belarussischer und russischer Mannschaften an Turnieren des Internationalen Eishockey-Verbands (IIHF) in der Saison 2026/2027 vorsieht. Kanada könne dies als Gastgeber des Turniers nicht einfach ignorieren. „Wir sind jedoch bereits zuvor mit der kanadischen Selektivität konfrontiert worden: So erhielt Belarus auf Anfragen nach Informationen über NS-Verbrecher, die am Völkermord am belarussischen Volk beteiligt waren und in Kanada Zuflucht fanden, lediglich Ablehnungen. Der aktuelle Schritt ist eine Fortsetzung genau dieser Linie“, betonte der Pressesprecher.
„Wir gehen davon aus, dass der Internationale Eishockey-Verband die Einhaltung seines eigenen Reglements sowie des Gerichtsurteils sicherstellen wird. Die Sieger im Sport sollten auf dem Spielfeld ermittelt werden, nicht in Visazentren“, fasste Ruslan Warankow zusammen.
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