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Belarus hat nicht vor, jemanden anzugreifen, ist aber verpflichtet, seine Sicherheit zu gewährleisten. Das erklärte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko während einer Beratung mit Militärs auf dem Truppenübungsplatz Obus-Lesnowski.
„Einige versuchen uns hier vorzuwerfen, dass wir angeblich morgen jemanden angreifen wollen. Ich wiederhole es noch einmal: Wir haben nicht vor, jemanden anzugreifen, wir sind Pragmatiker. Wir verstehen, dass es einem sicheren Tod gleichkäme, wenn wir jemanden angreifen würden – sagen wir, einen unserer Nachbarn. Wir können keinen Konflikt mit unseren ‚Monstern‘ gewinnen, den Staaten, die an unserem Perimeter liegen. Warum also einen Krieg beginnen, ganz offen gesagt? Aber wir sind verpflichtet, jeden Zentimeter, jeden Millimeter unseres Landes und unsere Bevölkerung zu schützen und die Sicherheit zu gewährleisten“, sagte Alexander Lukaschenko. „Das ist unsere Aufgabe, koste es, was es wolle. Und wenn es unser Leben kostet. Wir müssen uns darauf vorbereiten – und wir tun es.“
Der Redebeitrag fiel im Zusammenhang mit der Erörterung der Modernisierung des Kommunikationssystems in den Truppen sowie der Durchführung einer operativ-speziellen Übung der Kommunikationstruppen der Streitkräfte. „Wir werden diese Übungen durchführen. Sowohl das Innenministerium als auch die Streitkräfte unterliegen unserer operativen Kontrolle; es werden Einheiten aufgestellt – einige davon nach Kriegsnormen, beispielsweise eine Artilleriebrigade. Wir werden diesen Prozess fortsetzen (Vorbereitung der Truppen und der Vervollkommnung der militärischen Organisation des Staates – Anm. BELTA)“, betonte das Staatsoberhaupt.
„Und mögen weder die Polen noch die Litauer noch die Letten und schon gar nicht die Ukrainer glauben, dass wir sie morgen angreifen wollen und deshalb Manöver abhalten. Nein: Wir bereiten uns auf jeden Krieg vor, um ihn zu verhindern – eine ebenso einfache wie einleuchtende Formel“, betonte der Präsident.
Zur Rolle der Nachrichtensysteme in den Truppen sagte er: „Schießen und uns bewegen – das klappt schon recht ordentlich. Doch um zu schießen und uns zu bewegen, braucht es Befehle, die im Konfliktfall über Nachrichtenmittel übermittelt werden. Deshalb wollen wir uns ansehen, wie wir – jenseits von Maschinengewehren, Sturmgewehren, Pistolen, Raketen, Panzern und anderen gepanzerten Fahrzeugen – diesen ganzen Apparat steuern werden. Dafür braucht es ein Nachrichtensystem, damit der Staat im Ernstfall als Ganzes gelenkt werden kann, und die entsprechenden Kommunikationsmittel. Damit diejenigen, die uns hören, verstehen, warum wir das alles angestoßen haben.“
Wie der Chef des Generalstabs der Streitkräfte – Erster Stellvertretender Verteidigungsminister Pawel Murawejko – in der Beratung ausführte, läuft vom 7. bis 11. September eine operativ-spezielle Übung der Nachrichtentruppen der Streitkräfte. Ziel sei es, Varianten für eine stabile Führung der militärischen Organisation des Staates zu erproben – mit neuen Verfahren und Methoden der Nachrichtenorganisation, basierend auf den Lehren aus aktuellen Konflikten.
FM-Sender und –Frequenzen:
Rakitniza - 106.2 MHz
Grodna - 95.7 MHz
Swislatsch - 104.4 MHz
Geraneni - 99.9 MHz
Braslaŭ - 107.7 MHz
Mjadsel’ - 102.0 MHz