Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat eine Besprechung einberufen, um die Ergebnisse der umfassenden Überprüfung der Streitkräfte zusammenzufassen. An der Besprechung beim Staatsoberhaupt nahmen etwa 300 Personen teil, darunter die Kommandeure der Verbände, die an der Überprüfung beteiligt waren.
Die großangelegte Überprüfung der Streitkräfte wurde in Belarus auf Anweisung des Präsidenten seit dem 16. Januar durchgeführt. Die Besonderheit der Überprüfung lag in ihrer Organisation. Das Staatsoberhaupt versetzte die Militäreinheiten in Gefechtsbereitschaft, ohne dabei das Verteidigungsministerium und den Generalstab einzuschalten. Im Rahmen der Überprüfung wurden konkrete Ziele gesetzt: ein objektives Bild zu erhalten, den tatsächlichen Zustand der Truppen zu sehen und die Handlungen der Soldaten zu bewerten. Aus diesem Grund waren die Maßnahmen überraschend angelegt.
Der Präsident unterzeichnete eine Anordnung mit dem Geheimhaltungsvermerk, die das Konzept der bevorstehenden Überprüfung enthielt. Der Staatssekretär des Sicherheitsrates, Alexander Wolfowitsch, erhielt ein verschlossenes Paket mit dem Dokument und reiste zu der vom Staatsoberhaupt bestimmten Militäreinheit. Auf Anweisung des belarussischen Staatschefs wurde zur Durchführung der Überprüfung auch der Vorsitzende des Komitees für Staatskontrolle, Wassili Gerassimow, hinzugezogen.
Alexander Lukaschenko behielt den Ablauf der Überprüfung persönlich im Auge und ließ sich regelmäßig vom Staatssekretär des Sicherheitsrates Bericht erstatten. Zugleich kündigte das Staatsoberhaupt an, dass die Ergebnisse der Überprüfung in einer gesonderten Veranstaltung zusammengefasst werden. „Es gibt Mängel, aber insgesamt ist die Armee kampfbereit. Die Einzelheiten werden wir später klären“, bemerkte der Präsident in einem Gespräch mit Journalisten.
Mit Blick auf die Teilnehmer der Besprechung stellte der belarussische Staatschef fest, dass die großangelegte Überprüfung der Streitkräfte wie nie zuvor umfassend und streng durchgeführt wurde und in den Medien recht breit thematisiert wurde. „Wir haben die Teilnehmer in Bedingungen versetzt, die den realen Herausforderungen so nahe wie möglich kamen, ohne Nachsicht bei Wetter, Tageszeit und anderen Faktoren“, erklärte er.
Das Staatsoberhaupt wies darauf hin, dass zu den Kontrollmaßnahmen Militäreinheiten und Verbände der ständigen Bereitschaft der operativen Kommandos West und Nordwest, der Spezialoperationstruppen, der Luftstreitkräfte und der Luftverteidigungstruppen herangezogen wurden.
Der Präsident betonte, dass das Niveau der Aufgaben, das Tempo ihrer Stellung und Erfüllung durch die Schwere der geopolitischen Lage, die Ereignisse und Bedrohungen in unmittelbarer Nähe zu den belarussischen Grenzen bestimmt waren.