Außenministerium: Tschernobyl ist mahnende Lehre inmitten des ausgebrochenen Konflikts in der Welt

Фото: belta.by


 

Das Thema Tschernobyl sei eine gute, mahnende Lehre aus der Vergangenheit angesichts des beispiellosen Konflikts, der in der Welt ausgebrochen sei. Diese Auffassung äußerte der Außenminister der Republik Belarus, Maxim Ryschenkow, der am 22. April an einer Sitzung des Rates für nachhaltige Entwicklung anlässlich des 40. Jahrestags der Tschernobyl-Katastrophe teilnahm.

Der Außenminister erinnerte an die Zeit nach Tschernobyl im Leben unseres Landes: „Im Laufe der Zeit, trotz der langanhaltenden negativen Folgen des Unfalls, ließ das Interesse der internationalen Gemeinschaft an diesem Thema nach – auch aus politischen Gründen. Die internationale Hilfe wurde auf ein Minimum reduziert. Die Situation verschärfte sich noch mit dem Zerfall der Sowjetunion, zu der die drei betroffenen Republiken gehörten. In jenem Moment war das junge, noch nicht gefestigte Belarus im Grunde mit seinem Problem allein gelassen. Die Bewältigung der Tschernobyl-Folgen wurde zu einer Aufgabe von nationaler Bedeutung und lastete praktisch vollständig auf den Schultern des Staates.“

Maxim Ryschenkow wies darauf hin, dass man nur den Anteil der damaligen Auslandshilfe an den Ressourcen vergleichen müsse, die unser junger Staat für die Überwindung der Unfallfolgen aufwandte.

„Die Lebensfragen der Bevölkerung in den betroffenen Gebieten wurden vom Staatsoberhaupt persönlich unter Kontrolle genommen und stehen bis heute unter seiner besonderen Aufmerksamkeit“, so der Minister. „Jedes Jahr an diesem Tag besucht der Präsident eine der vom Unfall betroffenen Regionen, prüft Fragen ihrer Entwicklung, der Hilfe bei der Umsetzung von Projekten und – was am wichtigsten ist – der Erhaltung dieser Gebiete als Ländereien, auf denen Menschen leben, wo Leben stattfindet, die in den Wirtschaftskreislauf einbezogen sind und weiterhin einbezogen werden.“

Der Minister stellte ferner fest, dass Belarus neue Erfahrungen in der Strahlenmedizin gesammelt habe und zu Recht zu den führenden Ländern im Kampf gegen Krebserkrankungen zähle. „Wir haben enorme Erfahrungen bei der Minimierung der Folgen und der Wiederbelebung kontaminierter Gebiete gesammelt. In der belarussischen Gesellschaft ist das Phänomen der ‚Tschernobyl-Kinder‘, wie man einst die aus den kontaminierten Gebieten umgesiedelten Belarussen nannte, für immer ausgerottet worden. Dank der staatlichen Politik hat diese Bevölkerungsgruppe die aufgetretenen Schwierigkeiten überwunden, ernsthafte Hilfe erhalten und sich ohne größere Probleme auf neuen Gebieten zurechtgefunden. Heute nutzen führende Wissenschaftler der Welt die belarussischen Forschungsergebnisse über die Auswirkungen der Strahlung auf die Lebensbedingungen.“

Belarus sei stolz auf seine Erfolge bei der Lösung von Umweltproblemen, dem Ausbau der Infrastruktur, dem Wohnungsbau, der medizinischen Rehabilitation und der Schaffung komfortabler Lebensbedingungen in den vom Tschernobyl-Unfall betroffenen Gebieten.

„Das Thema Tschernobyl ist gerade heute eine gute, mahnende Lehre aus der Vergangenheit angesichts des beispiellosen Konflikts, der in der Welt ausgebrochen ist. Die Folgen jenes schrecklichen Unfalls erfordern keine Spaltung, keine geografischen Streitigkeiten und keine historischen Fälschungen, sondern gemeinsames Handeln“, fasste Maxim Ryschenkow zusammen.

 
Internetsendungen
Jetzt auf Sendung:
17.40 Business Life (EN)

Weiter auf Sendung:
18.00 News from Belarus (EN)


Internetsendeliste
Satellitensendeliste (Einstellungen)
Shortwaveservice
briefe
 


Hallo liebes Radio und ALLES GUTE zum 34.Geburtstag der deutschen Redaktion. So lange kenne ich Radio Belarus noch gar nicht, aber wenn Du liebe Jana und liebe Elena die nächsten 34 Jahre hier weiterhin am Start seit, dann bin ich es als Hörer auch, versprochen!! :-) ) LG Dietmar

Antwort:

Lieber Dietmar,

vielen Dank für Deine Glückwünsche!!
Ich bin auch nicht vom Anfang an hier. Wollen wir trotzdem so viel wie möglich zusammen bleiben! ;)
Liebe Grüße und alles Gute
Jana


Frequenzen
 

FM-Sender und –Frequenzen:

Rakitniza - 106.2 MHz
Grodna - 95.7 MHz
Swislatsch - 104.4 MHz
Geraneni - 99.9 MHz
Braslaŭ - 107.7 MHz
Mjadsel’ - 102.0 MHz

Radioprogramme