Фото: belta.by
Die Gedenkstätte Chatyn zog gestern viele Besucher an: Belarussen sowie Gäste des Landes nahmen an der Veranstaltung „Kommt und verbeugt euch“ zum 83. Jahrestag der tragischen Zerstörung des Dorfes durch die Nazis teil. Das Dorf ist ein Symbol für den Schmerz und den Widerstand des Volkes geworden.
Der Besucherstrom zur Gedenkstätte, die an der Stelle des von den Nazis zerstörten Dorfes errichtet wurde, ist seit vielen Jahren ungebrochen. Hier senken grauhaarige Ältere ihre Häupter und lesen erneut die Namen derer, die im Feuer von Chatyn lebendig verbrannt wurden, auf den Schornsteinen der symbolischen Hütten. 75 von ihnen waren Kinder. Der Krieg veränderte das Schicksal von Millionen Menschen und wurde zu einem schrecklichen Kapitel in der Geschichte jeder belarussischen Familie. Diejenigen, die künftig für den Frieden eintreten werden, erhalten in „Chatyn“ ihre ersten Lektionen in Mut. Und diese Verbindung zwischen den Generationen, für die die historische Erinnerung so wichtig ist, darf nicht zerbrechen. Heute, am Gedenktag für die Opfer der Chatyn-Tragödie, legen Tausende von Menschen erneut Blumen nieder, und in den entlegensten Winkeln von Belarus finden Kundgebungen an Massengräbern und Denkmälern der niedergebrannten Dörfer statt. Mittags werden sich die Belarussen zu einer Schweigeminute vereinen – der Trauermetronom wird alle erneut dazu zwingen, über die Zerbrechlichkeit des Friedens nachzudenken.
Der erste Kranz, der an der Ewigen Flamme niedergelegt wurde, stammte vom belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko.
FM-Sender und –Frequenzen:
Rakitniza - 106.2 MHz
Grodna - 95.7 MHz
Swislatsch - 104.4 MHz
Geraneni - 99.9 MHz
Braslaŭ - 107.7 MHz
Mjadsel’ - 102.0 MHz