Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat den Anstieg der Weltenergiepreise kommentiert und über den belarussischen Ansatz zu diesem Thema berichtet.
„Der Krieg (im Nahen Osten – Anm. BelTA) hat begonnen – die Treibstoffpreise steigen. Bei uns ist es noch erträglich. Alle kommen zu uns, um zu tanken. All diese ‚feindlichen‘ Staaten. Ich halte sie natürlich nicht für Feinde. Sie kommen in die ‚Diktatur‘, um zu tanken“, sagte der Präsident. „Aus der Ukraine allerdings kommen sie nicht. Weil sie dort die Grenze vollständig geschlossen haben. Wenn sie kommen – sollen sie tanken. Wir sind nicht dagegen.“
„Wir haben heute günstigere Bedingungen. Dennoch wachsen die Preise. Und das hängt nicht von uns ab. Wir haben doch den Krieg im Nahen Osten nicht begonnen und blockieren nicht ein Viertel des Erdgases und der Erdölprodukte dort in der Straße von Hormus. Aber die Welt ist voneinander abhängig. Daher muss man, wenn man zwei oder drei Autos pro Familie kauft, bedenken, dass es kein kostenloses Benzin gibt“, so das Staatsoberhaupt.
Alexander Lukaschenko wies darauf hin, dass Belarus den größten Teil des Erdöls, aus dem verschiedene Kraftstoffarten hergestellt werden, importiert. „Und von diesem Preis hängt auch hier (das Preisniveau – Anm. d. Red.) ab. Aber es ist noch erträglich. Selbst wenn die Preise hier und da gestiegen sind, kontrollieren wir das auch, wir versuchen, bei diesem kleinen Betrag irgendwie die Löhne zu erhöhen. Ich weiß, dass wir nicht reich leben. Aber man kann leben“, sagte der Präsident.